Verfasst von: skategyrl | 13/02/2013

Berlinale 2013 – Teil 1

Front des Berlinale-Palastes in Berlin

Ich liebe ja generell Filme aller Art*, und dieses Jahr habe ich mir einen langjährigen Traum erfüllt und bin nach Berlin gefahren um mir die Berlinale anzuschauen. Überhaupt ist das mein erstes Filmfestival und ich bin immernoch ganz aufgeregt und geflasht von der Stimmung.

Besonders toll finde ich dass ein breites Spektrum an Filmen aus aller Welt gezeigt wird und zwar zu bezahlbaren Preisen (ab 2 EUR). Und im Gegensatz zu so manchen anderen Film-Ereignissen (*hust* Oscar *hust*) wird das Programm nicht dominiert von weissen Hetero-Männern, sondern es gibt jede Menge toller Filme von und über Frauen, queere Themen, und Menschen aller nur erdenklichen Schattierungen und Ethnien.

Aber ich will hier gar nicht lange schwafeln sondern euch ein paar Filme vorstellen die mir gut gefallen haben und die hoffentlich bald auch bundesweit im Kino zu sehen sein werden.

Layla Fourie (5/5)

Layla Fourie ist ein sehr starker Film der bei manchen Kritikern nicht so gut angekommen ist, mir aber trotzdem sehr gut gefallen hat. Ich habe jede Sekunde mit der Titelfigur mitgefiebert, die vor einige schwierige moralische Entscheidungen gestellt wird.

The Rocket (5/5)

Dieser Film hat mich von der ersten bis zur letzten Minute bezaubert. Die Geschichte eines laotischen Jungen der mit einem alten Aberglauben zu kämpfen hat ist sehr liebevoll und einfühlsam erzählt, aber nie kitschig. Die wunderschönen Bilder  und exotischen Landschaftsaufnahmen sind das Sahnehäubchen obendrauf.

Side Effects (5/5)

Ein meisterhafter Psycho-Thriller von Steven Soderbergh mit überraschenden Wendungen bis zum Schluss. Mehr will ich gar nicht verraten ^^

Meine Schwestern (4/5)

Normalerweise stehe ich nicht so auf deutsche Filme, aber dieser hat mir dafür sehr gut gefallen. Es geht um eine todkranke Frau die mit ihren Schwestern eine letzte Reise unternimmt. Das klingt sehr bedrückend, ist es aber nicht, weil der Film das Leben zelebriert und nicht den Tod. Die Geschwister-Konstellation hat mich ein wenig an The Darjeeling Limited erinnert.

Twa Timoun – Three Kids (3/5)

Die Geschichte von drei haitianischen Strassenjungen ist in ersten Linie wegen ihres dokumentarischen Charakters interessant, die Handlung ansich hat mich nicht wirklich überzeugt und war stellenweise einfach langweilig.

Fynbos (2/5)

Leider muss ich auch eine negative Rezension vergeben. Im Grunde passiert in diesem Film die ganze Zeit nichts und am Ende ist man auch nicht schlauer als am Anfang. Und was mich fast noch mehr gestört hat, der Film spielt in Südafrika, es gibt aber nur eine einzige schwarze Sprechrolle (und das ist bloss eine Nebenfigur), ansonsten bewegt sich die ganze Handlung in der Parallel-Welt von reichen, weissen Europäern. Muss man sich wirklich nicht antun.

So, das war’s fürs Erste, den zweiten Teil bekommt ihr in ein paar Tagen!

*ausser kitschige Romcoms *wü-ärg*

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